Wie funktioniert das genau?

Trockeneis ist gefrorenes Kohlenstoffdioxid Gas. Es kommt nur fest als Eis bei -78 °C vor oder gasförmig. Beim Schmelzvorgang entsteht 0% Wasser oder Flüssigkeit. Die Trockeneispellets werden mit Luftdruck auf die zu reinigende Oberfläche geblasen. Und dabei passiert folgendes:

Das feste, gefrorene Trockeneis hat ein Volumen von 1. Wenn die festen Pellets auftreffen verdampfen diese sofort. Das verdampfte Trockeneis hat im gasförmigen Zustand ein Volumen von 760. Durch die -78 °C kalten Trockeneispellets wird die Oberfläche kurzzeitig abgekühlt, wird spröde und dabei entstehen so genannte „Micro Cracks“ - „Mikrorisse“. Das nachströmende eiskalte Trockeneis dringt in diese Mikrorisse mit einem Volumen von 1 ein, verdampft sofort und nimmt ein Volumen von 760 ein.

Bei dieser enormen Ausdehnung werden die unliebsamen Oberflächenstoffe wie zum Beispiel Schmutz, Ablagerungen, Fett, Ruß, Lacke ,Farben, Bitumen, Kaugummi usw. abgeplatzt und durch den Luftstrahl entfernt. So sanft, dass eine Buchseite mit Handschriften und Zeichnungen aus dem 15. Jahrhundert gereinigt werden kann, oder so intensiv, dass die Bitumenschicht von einem Erd-Tank entfernt wird. Ganz so wie es der jeweiligen Situation entspricht.

zurück

1
Trockeneis wird mit Druckluft auf die Oberfläche geblasen.

2
Trockeneis trifft mit minus 78 Grad auf die Oberfläche auf. Es entstehen Micro-Cracks - Mikro-Risse.

3
Nachströmendes Trockeneis dringt in die Mikrorisse ein und verdampft. Dabei dehnt sich das Volumen um das 760-fache aus.

4
Das Strahlgut - Trockeneis verdampft restlos - nur die abgestrahlten Materialien werden entsorgt.

STA Pages